Künstliche Intelligenz verändert die Identitätslandschaft schneller, als den meisten Organisationen bewusst ist.
Jahrzehntelang konzentrierte sich die Identitätssicherheit in erster Linie auf Personen:
- Mitarbeiter
- Auftragnehmer
- Administratoren
- Drittanbieter
Sicherheitsteams haben Identitäts- und Zugriffsmanagementprogramme auf der Grundlage menschlichen Verhaltens entwickelt:
- Benutzernamen
- Passwörter
- MFA
- rollenbasierte Berechtigungen
- Anmeldeüberwachung
Dieses Modell spiegelt die Realität nicht mehr wider.
Heutzutage interagieren Unternehmenssysteme zunehmend mit anderen Systemen anstatt mit Menschen.
KI-Agenten rufen sensible Daten automatisch ab.
APIs lösen kontinuierlich Arbeitsabläufe aus.
Cloud-Workloads authentifizieren sich dynamisch.
Maschinenidentitäten im großen Stil ohne menschliches Eingreifen arbeiten.
Und in vielen Organisationen übertreffen nicht-menschliche Identitäten die menschlichen Nutzer mittlerweile um ein Vielfaches.
Dieser Wandel definiert Identitätssicherheit völlig neu.
Die Herausforderung besteht nicht mehr nur darin:
“Können wir den Zugang für Menschen regeln?”
Nun müssen die Organisationen antworten:
“Können wir den Zugriff autonomer Maschinen auf sensible Daten regeln?”
Auf einen Blick: Menschliche vs. nicht-menschliche Identitätssicherheit
• Menschliche Identitäten authentifizieren sich interaktiv, während nicht-menschliche Identitäten autonom agieren.
• KI-Agenten, APIs, Workloads und Servicekonten vergrößern die Angriffsfläche für Identitätsdiebstahl dramatisch.
• Traditionelle IAM-Programme wurden primär für menschliche Benutzer entwickelt.
• Nicht-menschliche Identitäten verfügen oft über übermäßige Berechtigungen und begrenzte Sichtbarkeit.
• KI beschleunigt das Wachstum der Maschinenidentität in Cloud- und SaaS-Umgebungen
• Moderne Identitätssicherheit erfordert Transparenz hinsichtlich Identitäten, Datenzugriff, Aktivitäten und KI-Workflows.
Was versteht man unter Identitätssicherheit?
Die Sicherheit menschlicher Identitäten konzentriert sich auf die Verwaltung und den Schutz des Zugriffs von Personen, die Unternehmenssysteme nutzen.
Dies umfasst:
- Mitarbeiter
- Administratoren
- Auftragnehmer
- Partner
- Anbieter
Traditionelle Identitätsprogramme konzentrieren sich typischerweise auf:
- Authentifizierung
- MFA-Durchsetzung
- rollenbasierte Zugangskontrolle
- Benutzerbereitstellung
- Anmeldeüberwachung
- Verwaltung privilegierter Zugriffe
Diese Modelle setzen Identitäten voraus:
- interaktiv handeln
- manuelle Authentifizierung
- folgen vorhersehbaren Nutzungsmustern
- innerhalb fester Organisationsstrukturen arbeiten
Das funktionierte gut, solange Menschen die Hauptakteure in Unternehmensumgebungen waren.
Die KI verändert diese Annahme rasant.
Was ist nicht-menschliche Identitätssicherheit?
Identitätssicherheit nicht-menschlicher Personen konzentriert sich auf die Sicherung von Maschinenidentitäten, die autonom mit Systemen und Daten interagieren.
Zu diesen Identitäten gehören:
- Servicekonten
- APIs und API-Schlüssel
- Maschinenanmeldeinformationen
- Cloud-Workloads
- Container
- Bots
- Automatisierungswerkzeuge
- KI-Agenten
- Copiloten
- Orchestrierungs-Workflows
Im Gegensatz zu menschlichen Identitäten sind nicht-menschliche Identitäten oft:
- kontinuierlich arbeiten
- automatische Authentifizierung
- dynamisch skalieren
- Maschine-zu-Maschine-Kommunikation
- programmatischen Zugriff auf Systeme
Das stellt eine völlig andere Herausforderung für die Regierungsführung dar.
Identitätssicherheit von Menschen vs. Nicht-Menschen: Die wichtigsten Unterschiede
| Sicherheit der menschlichen Identität | Identitätssicherheit nicht-menschlicher Systeme |
|---|---|
| Interaktive Authentifizierung | Autonome Authentifizierung |
| Statische Nutzerpopulationen | Dynamische und ephemere Identitäten |
| Passwort- und MFA-basiert | Token-, API-Schlüssel- und zertifikatsbasierte |
| Rollengesteuerter Zugriff | Workflow-gesteuerter Zugriff |
| Menschliche Aufsicht | Maschinelle Ausführung |
| Manuelle Bereitstellung | Automatisierte Erstellung und Skalierung |
| Regelmäßige Überprüfungen der Unternehmensführung | Kontinuierliche Aktivitätsüberwachung erforderlich |
| Vorhersehbares Nutzungsverhalten | Interaktionen zwischen Maschinen in großem Umfang |
Das Verständnis der Unterschiede zwischen menschlicher und nicht-menschlicher Identitätssicherheit wird immer wichtiger, da KI-Systeme zunehmend autonom in Unternehmensumgebungen operieren.
Der Größenunterschied ist besonders wichtig.
Ein großes Unternehmen kann Zehntausende von menschlichen Benutzern verwalten.
Aber es könnte Millionen von Geräten betreiben:
- Token
- API-Aufrufe
- Servicekonten
- Maschinenanmeldeinformationen
- KI-gesteuerte Arbeitsabläufe
Das vergrößert die Angriffsfläche dramatisch.
Warum KI das Risiko nicht-menschlicher Identitäten beschleunigt
KI-Systeme sind für ihre Funktionsfähigkeit stark auf nicht-menschliche Identitäten angewiesen.
KI-Agenten benötigen Anmeldeinformationen für Folgendes:
- Unternehmensdaten abrufen
- Abfrage-APIs
- Trigger-Workflows
- Zugriff auf Vektordatenbanken
- Interaktion mit SaaS-Anwendungen
- Verbindung zu Cloud-Umgebungen herstellen
Jeder KI-Workflow führt Folgendes ein:
- neue Maschinenidentitäten
- neue Zugangswege
- neue Berechtigungen
- neue Integrationen
Dadurch entsteht eine operative Komplexität, für deren Bewältigung die meisten traditionellen IAM-Programme nie konzipiert wurden.
Zum Beispiel:
- Ein KI-Agent kann übermäßige Berechtigungen von einem Dienstkonto erben.
- Ein Workload-Token kann noch lange nach dem Ende der Bereitstellung aktiv bleiben.
- Ein Orchestrierungs-Workflow kann sensible Zugangsdaten offenlegen.
- Ein KI-Copilot kann auf regulierte Daten zugreifen, die über den vorgesehenen Rahmen hinausgehen.
Diese Risiken nehmen rapide zu, wenn Unternehmen autonome KI-Systeme in großem Umfang einsetzen.
Warum die Sicherheit nicht-menschlicher Identitäten eigentlich ein Problem der Datensicherheit ist
Eine Identität wird erst dann gefährlich, wenn sie Zugriff auf sensible Daten hat.
Deshalb sind Identitätssicherheit und Datensicherheit heute eng miteinander verknüpft.
Organisationen müssen Folgendes verstehen:
- Welche sensiblen Daten existieren
- Welche Identitäten können darauf zugreifen?
- wie sich Maschinenidentitäten verhalten
- wie Daten zwischen Systemen übertragen werden
- ob KI-Systeme das Expositionsrisiko erhöhen
Ohne Datenkontext wird die Identitätsverwaltung unvollständig.
Dies gilt insbesondere in KI-Umgebungen, in denen:
- Daten bewegen sich kontinuierlich
- KI-Agenten interagieren autonom.
- Berechtigungen ändern sich dynamisch
- Die Maschine-zu-Maschine-Kommunikation skaliert schnell
Die größten Risiken, die von nicht-menschlichen Identitäten ausgehen
1. Übermäßige Berechtigungen
Maschinenidentitäten erlangen im Laufe der Zeit oft weitreichende Zugriffsrechte.
KI-Systeme können Berechtigungen erben, die über die betrieblichen Anforderungen hinausgehen.
Das erhöht das Risiko von:
- unbefugter Zugriff
- Datenexposition
- Seitwärtsbewegung
- KI-gesteuerte Überfrachtung
2. Schlechte Sicht
Vielen Organisationen fehlt ein zentraler Überblick über:
- Servicekonten
- Token
- KI-Agenten
- API-Aktivität
- Maschinenanmeldeinformationen
Ohne Transparenz bricht die Regierungsführung schnell zusammen.
3. Ausufernde Zugriffsrechte
KI-Workflows erzeugen häufig:
- fest codierte Geheimnisse
- verwaiste Token
- doppelte Anmeldeinformationen
- nicht verwaltete API-Schlüssel
Dadurch entstehen versteckte Angriffsflächen in KI- und Cloud-Umgebungen.
4. Autonome Zugriffsentscheidungen
KI-Agenten agieren zunehmend unabhängig.
Ohne Kontrollmechanismen könnten Organisationen den Überblick über Folgendes verlieren:
- warum auf die Daten zugegriffen wurde
- Welche Systeme wurden abgefragt?
- wie sensible Informationen verwendet wurden
- ob die Maßnahmen mit der Politik übereinstimmten
Wie eine sichere Verwaltung nicht-menschlicher Identitäten aussieht
Moderne Identitätssicherheit erfordert mehr als statische IAM-Kontrollen.
Organisationen benötigen:
- kontinuierliche Zugriffssteuerung
- Sichtbarkeit der Identität in Bezug auf Daten
- KI- und Maschinenaktivitätsüberwachung
- Maschinenidentitätserkennung
- Berechtigungsanalyse
- Nutzungstelemetrie
- automatisierte Behebung
Am wichtigsten ist, dass Organisationen Folgendes verstehen:
wie Identitäten, Daten, KI-Systeme und Arbeitsabläufe miteinander interagieren.
Das ist die Zukunft der Identitätsverwaltung im Zeitalter der KI.
Bewertung der Identitätssicherheit
Kann man nicht-menschliche Identitäten sicher verwalten?
Beantworten Sie diese Fragen, um den Sicherheitsstatus Ihrer Maschinenidentität zu bewerten:
- Wissen Sie, welche KI-Agenten Zugriff auf sensible Daten haben?
- Können Sie überprivilegierte Servicekonten und APIs identifizieren?
- Überwachen Sie die Aktivitäten der Maschinenidentität kontinuierlich?
- Können Sie nachvollziehen, wie KI-Workflows mit Unternehmensdaten interagieren?
Wenn Sie nicht alle vier Fragen beantworten können, breitet sich das Risiko durch nicht-menschliche Identitäten möglicherweise bereits in Ihrer Umgebung aus.
Stärken Sie die Sicherheit nicht-menschlicher Identitäten mit BigID
Wie BigID Organisationen bei der Steuerung von Identitätsrisiken für Menschen und nicht-menschliche Personen unterstützt
BigID Hilft Organisationen dabei, die Offenlegung identitätsbezogener Daten in Cloud-, SaaS-, KI- und Hybridumgebungen zu verstehen und zu reduzieren.
Mit BigID können Organisationen:
- sensible Daten entdecken
- Identitätszugriff und Berechtigungen verwalten
- Überwachung von Aktivitäten und Datenbewegungen
- übermäßig exponierte Maschinenidentitäten identifizieren
- KI-gesteuerte Dateninteraktionen nachverfolgen
- Risiko der KI-Exposition reduzieren
- Automatisierung von Abhilfemaßnahmen und Richtliniendurchsetzung
Dies hilft Organisationen beim Übergang von Folgendem:
Statische Identitätsverwaltung → kontinuierliche KI-gestützte Identitätsintelligenz
Die Zukunft der Identitätssicherheit wird maschinengesteuert sein.
Künstliche Intelligenz wird die Automatisierung in Unternehmensumgebungen weiter beschleunigen.
Das bedeutet, dass nicht-menschliche Identitäten weiterhin rasant zunehmen werden.
Organisationen, die Identitätsmanagement weiterhin als ein rein menschliches Problem betrachten, werden Schwierigkeiten haben, KI-Risiken sicher zu managen.
Die zukünftige Angriffsfläche wird zunehmend:
- maschinengetrieben
- API-verbunden
- autonom
- datenzentriert
Sicherheitsverantwortliche müssen die Identitätsverwaltung über die Betrachtung menschlicher Benutzer hinaus weiterentwickeln.
Denn im Zeitalter der KI sind die Identitäten, die das größte Risiko darstellen, möglicherweise nicht mehr Menschen.
Möglicherweise handelt es sich um Systeme, die in ihrem Auftrag handeln.
Organisationen, die nicht-menschliche Identitäten effektiv verwalten, werden weitaus besser aufgestellt sein, um KI in großem Umfang zu sichern.
FAQs
Was versteht man unter Identitätssicherheit bei nicht-menschlichen Personen?
Die Sicherheit nicht-menschlicher Identitäten konzentriert sich auf das Erkennen, Überwachen, Steuern und Sichern von Maschinenidentitäten wie APIs, Servicekonten, Workloads, Bots und KI-Agenten.
Worin besteht der Unterschied zwischen menschlichen und nicht-menschlichen Identitäten?
Menschliche Identitäten gehören Personen, die sich interaktiv authentifizieren, während nicht-menschliche Identitäten von Systemen und Anwendungen verwendet werden, die autonom über APIs, Token und Maschinen-Anmeldeinformationen funktionieren.
Warum sind nicht-menschliche Identitäten für die KI-Sicherheit wichtig?
KI-Systeme sind stark auf Maschinenidentitäten angewiesen, um Unternehmensdaten abzurufen, auf APIs zuzugreifen, Workflows auszulösen und mit Cloud-Umgebungen zu interagieren. Unzureichend verwaltete nicht-menschliche Identitäten können erhebliche Sicherheits- und Zugriffsrisiken bergen.
Welche Risiken bergen maschinelle Identitäten?
Maschinenidentitäten können Risiken wie übermäßige Berechtigungen, unkontrollierte Anmeldeinformationen, unbefugten Zugriff und die Offenlegung sensibler Daten mit sich bringen.
Wie erhöht KI das Risiko der Identitätsdiebstahls bei nicht-menschlichen Personen?
KI-Agenten und autonome Arbeitsabläufe erhöhen die Anzahl der Maschinenidentitäten, Berechtigungen, Integrationen und Zugriffspfade, die Organisationen verwalten müssen, dramatisch.
Was ist KI-Identitätsgovernance?
Die KI-Identitätsverwaltung regelt, wie KI-Systeme, Agenten und Maschinenidentitäten auf Unternehmensdaten und -anwendungen zugreifen.
Warum ist die Kontrolle nicht-menschlicher Identitäten schwierig?
Nicht-menschliche Identitäten agieren autonom, wachsen rasant und unterliegen oft keiner zentralen Transparenz und Kontrollmechanismen.
Wie trägt BigID zur Sicherung nicht-menschlicher Identitäten bei?
BigID hilft Unternehmen dabei, sensible Daten zu erkennen, den Zugriff auf Maschinenidentitäten zu steuern, Aktivitäten zu überwachen und KI-bezogene Risiken zu reduzieren.

